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Das zweibändige Werk ist das Resümee einer jahrzehntelangen Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Psychogeriatrie. Im Vorwort beschreibt Dr. Marc Avarello, Luxemburg, Böhms Arbeit folgendermaßen: "Der von Erwin Böhm entwickelte und nun endlich in Buchform vorliegende Ansatz stellt das derzeit umfassendste und entwicklungsfähigste psychogeriatrische Pflegemodell überhaupt dar. Niemand, der heutzutage fachlich mit alten Menschen zu tun hat, kommt an diesem bahnbrechenden System vorbei." Die Böhm'sche Methode der Pflegediagnose weist höchst attraktive und erfolgreiche Wege aus der verwahrenden Pflege hin zu einer verstehenden, einfühlenden und reaktivierenden "Seelenpflege". In diesem unorthodoxen Ansatz wird der Altenbetreuer mehr und mehr zum hellhörigen Beobachter und kompetenten Pflegeforscher, der den alten Menschen dort "abholt", wo er gerade steht, nämlich im Tertiär- oder Kollektivgedächtnis. Die Altenpflege wird damit zu einem dynamischen, kreativen und höchst anspruchsvollen Prozeß, in dem es gilt, die für den Alten bedeutsamen individuellen Gefühle und Geschichten zu erkunden und zu interpretieren. Der individuelle Werdegang des Betroffenen sowie der Zeitgeist seiner Prägung werden dabei zum Mittelpunkt der Tätigkeit des Pflegenden. Bevor der Körper mobilisiert wird, muß eben erst "die Seele bewegt werden". Professor Erwin Böhm, geb. 1940, legte 1963 sein Examen als Krankenpfleger ab und absolvierte im Anschluß daran eine Reihe von Zusatzausbildungen. Über vierzig Jahre ist er seitdem in verschiedenen Fachgebieten der Psychiatrie, vor allem in der Psychogeriatrie tätig und gilt als Pionier des ganzheitlichen Pflegesystems. Er ist Begründer der psychobiographischen Pflegetheorie und der sich daraus ergebenden "reaktivierenden und symptomspezifischen Pflege". Er begründete auch die heute bereits weit verbreitete "Übergangspflege" im geriatrischen und psychogeriatrischen Bereich. Er ist Präsident des AGPK sowie Praxisanleiter für psychogeriatrische Pflege und gilt als einer der bedeutendsten österreichischen Pflegeforscher. Sein Modell wird im In- und Ausland vielfach anerkannt und nachempfunden. Der Autor zahlreicher Fachbücher ist Träger mehrerer Auszeichnungen, die ihm für seine Verdienste in der Krankenpflege verliehen wurden. Aufgrund seiner hervorragenden Leistungen wurde er zum Professor ernannt. Prof. Erwin Böhm ist Präsident des ENPP, "Europäisches Netzwerk für Psychobiographische Pflegeforschung", ein europaweit aktives fachliches Netzwerk mit Sitz in Luxemburg. Es dient zur Förderung, wissenschaftlichen Weiterentwicklung und didaktischen Vermittlung der psychobiographischen Pflegetheorie nach Böhm. Das Netzwerk soll weiters den fachlichen Austausch, die Praxisforschung und die Integration von allen praxisrelevanten Erkenntnissen fördern, soferne letztere einer psychobiographischen und rehabilitationsfördernden Grundphilosophie nicht widersprechen. |
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