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Die Gemmotherapie hieß früher Phyto-Embryotherapie und man verstand darunter Arbeit mit Arzneien, die aus dem "Lebendigsten" der Pflanze hergestellt werden. Die Substanzen stammen ausschließlich aus Embryonalgeweben frischer Pflanzenknospen samt Vegetationspunkten aus Triebspitzen, jungen Schösslingen und wachsenden Wurzelfasern. Teilungsaktive Zellverbände enthalten das gesamte genetische Programm der Pflanze. Sie haben ein enormes Teilungs- und Wachstumspotential, bergen aber auch eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass bei der Vielzahl an Teilungen Fehler unterlaufen. Um sich vor Fehlteilungen zu schützen, bedient sich der embryonale Organismus bestimmter Phytoproteine. Diese Phytoproteine werden schonend aus den Pflanzen gelöst und für Therapiezwecke genutzt. Gemmotherapie wird durch Phytotherapie und Mineralientherapie ergänzt. In Vorträgen von F. Ramakers, Belgien, über die Gemmotherapie (Knospentherapie) ist der Autor auf diese sanfte Heilmethode gestoßen. Die Heilerfolge sind teilweise verblüffend. Die Gemmotherapie ist in Frankreich und Belgien sehr bekannt, im restlichen Europa leider nicht. Während der Vorträge durch Ramakers fiel dem Autor auf, dass vielen Teilnehmern etliche der verwendeten Pflanzen nicht mehr im erforderlichen Maß vertraut waren. Das vorliegende Buch soll helfen, diese Lücken zu schließen. Es soll keine Anleitung als Ersatz für notwendige ärztliche Behandlungen sein, sondern soll eine Hilfestellung für die Beschäftigung mit dieser Methode darstellen. Gemmotherapie ist eine hervorragende Unterstützung bei anderen, notwendigen Behandlungsmethoden, denn die Gemmotherapie kann über das Ziel schießende Heilreaktionen in Grenzen halten. Dr. Hans Martin Steingassner:
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